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Rezensionen über
'Die Zwillinge'












































'Ganz erstaunlich ist die Fähigkeit der jungen Autorin die diese Zeit überhaupt nicht erlebt hat, sondern offenbar durch überaus gründliche zeitgeschichtliche Recherchen kennt, sich in die alltäglichen, die teilweise banalen, manchmal auch grotesken und ausgesprochen komischen oder tragikomischen Situationen hineinzuversetzen, welche bislang in den literarischen Versuchen, die Hilerzeit darzustellen, nur am Rande und nebenbei zur Sprache gekommen sind.'

Gerd-Klaus Kaltenbrunner in: Welt am Sonntag, 1. Oktober 1995

'Tessa de Loos Roman 'Die Zwillinge' ist eine Allegorie auf das Verhältnis nicht nur zwischen Menschen, die durch die Macht des Schiksals auseinandergetrieben werden, sondern auch über die komplexe Beziehung von Völkern in unserum Jahrhundert.'

Margarete von Schwarzkopf, NDR Radio, 31. Oktober 1995

'Tessa de Loos faire, beide Seiten ausleuchtende Wiedergabe zweier Frauenschicksale ist weit eintfernt von billiger Schwarz-Weiß-Malerei. Die unsicher tastenden Versuche der alten Damen, Vergangenes zu verkraften, Gefühlen wie Wut, Trauer und Reue freien Lauf zu lassen, werden durch die Schlichtheit der Sprache noch verstärkt.
Mit großer Eindringlichkeit und Detailkenntnis schildert de Loo die Schrecken des Krieges und die Angst vor den Nazis auf beiden Seiten der Grenze.'

Inge Zenker-Baltes in Bremer Nachrichten, 28. November 1995

'Tessa de Loo betreibt in den Lebensberichten der Zwillingschwestern keine Schwarzweißmalerei. Weder gerät ihr die Figur von Annas Ehemann zu eimem grobschlächtigen und tumben Kriegsbegeisterten, noch gibt er im holländischen Widerstand nur reine Seelen. Und sie streut immer wieder Salz in die offenen Wunden.'

Jeanette Stickler in Rhein Merkur, 1. Dezember 1995

'Die Autorin scheut vor keinem Tabu zurück. Ein echter Roman über eine ebenso echte - und schwierige - Vergangenheitsbewältigung, die ungesagt besagt. Es gibt Dinge, die man einem Überlebenden nicht verzeiht; doch ist das auch eine unverzeihliche Haltung.'

Edwin Hartl in Die Furch, 11. Januar 1996